Jeder Mensch ist in seinem Wesen anders und so sind auch Stärken und Schwäche verschieden verteilt. Was dem einen kinderleicht fällt, ist für den Anderen eine riesen Überwindung. Besonders in einer Partnerschaft sind diese Unterschiede von grosser Bedeutung um die Sorgen und Ängste des Partners zu verstehen, aber auch um seine Stärken und seinen Mut zu schätzen und respektieren.
Oft täuscht der erste Eindruck eines Menschen dahingehend, dass man glaubt, ein besonders selbstsicher auftretender junger Mann sei sehr Mutig, ein eher schüchterner Mann hingegen sei unsicher und feige. Die sagt einerseits nichts über eine Beziehung aus, andererseits trügt das Bild, denn auch besonders selbstsicheres Auftreten ist oft eine Schutzfunktion um eigene Ängste zu überspielen. Einem schüchternen Menschen verlangt es sehr viel Mut ab überhaupt einmal den ersten Schritt zu tun. Ist diese Hürde überwunden, so sind sie offenherzig und vertrauensvoll und teilen ihre Gefühle und Gedanken mit dem Partner, was gerade Frauen bei Männern sehr zu schätzen wissen.
Auch Paar die schon seit langem eine glückliche Beziehung führen bemerken, dass immer wieder Themen auftauchen, über die man noch nicht gesprochen hat. Ob es die eigene Sexualität ist, Zukunftsängste oder Dinge, die einen stören – solange man die Reaktion des anderen nicht voraussagen kann oder eine negative Reaktion befürchtet, kann Angst entstehen und Mut erforderlich machen. Hier ist Kontinuität gefragt, man muss sich überwinden, denn sonst wird die Vermeidung bald zur Gewohnheit und selbst für die einfachsten Probleme kann meine keine gemeinsamen Lösungen mehr finden.