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Der erste Kontakt

Den richtigen Namen nennen?

Durch die Reaktion eines Mannes unsicher geworden, fragte Paula (50) bei uns an: Ist es üblich, Online-Flirts den echten Namen zu nennen? Wir antworten mit den Ergebnissen einer PARSHIP-Umfrage zum Thema.



"Hallo, liebe Parship-Mitarbeiter,

ich benutze bei der Kontaktaufnahme immer ein Pseudonym. Ich will später entscheiden, ob ich meinen richtigen Namen dann sage - meist beim ersten Telefonat. Davon war ein Herr jetzt sehr irritiert. Dabei wollte ich mich mit dem geänderten Namen nur etwas mehr schützen. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Ist das denn nicht üblich?"


Paula (50), Marketing-Assistentin


Liebe Paula,

wenn jemand wochenlang denkt, er stehe im Mailkontakt mit "Elisabeth" - und am Telefon sagt sie dann, "Ich heisse übrigens Hilde", kann das tatsächlich befremdend wirken. Ich habe mir ein Bild von meinem Gegenüber gemacht, wozu auch der Name gehört. Ausserdem denke ich unwillkürlich: Stimmt denn sonst alles, was sie mir geschrieben hat? Und: Warum traut sie mir nicht? Wir haben 400 Mitglieder (221 Frauen, 179 Männer) online gefragt, wie weit ihr Wunsch nach Anonymität geht:


Jeweils rund 78 Prozent der Frauen und Männer finden nichts dabei, ihren echten Vornamen zu verraten.


3,6 Prozent aller befragten Frauen und 9,5 Prozent der Männer geben zusätzlich gleich weitere Kontaktdaten preis, etwa die Telefonnummer.


14 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer beschränken sich in ersten Mails auf Initialen, Namenskürzel oder die PARSHIP-Chiffre.


7,7 Prozent der Frauen und 4,5 Prozent der Männer legen sich einen ganz anderen Namen zu, davon allerdings jede vierte Frau und jeder zweite Mann so, dass das Pseudonym sofort als solches erkennbar wird (z.B. "Du kannst mich Klaus nennen").


Bei PARSHIP.ch sind Sie geschützt

Es entscheiden sich also nur wenige Frauen - und noch weniger Männer - dafür, ihre Identität so stark zu verschleiern wie Sie. Zwar ist es sehr empfehlenswert, beim Online-Flirt Vorsicht walten zu lassen. Durch das anonyme PARSHIP-Postfach sind Sie aber schon sehr gut geschützt, sofern Sie Ihren Kontakten nicht selbst den kompletten Namen, Telefonnummer, private Mailadresse oder Anschrift nennen. Was kann schon passieren, wenn Ihr Gegenüber Ihren Vornamen kennt? Gewähren Sie ihm ruhig diesen kleinen Vertrauensvorschuss, um das, was Sie in Ihrem Profil und Ihren Mails von sich erzählen, abzurunden. Dass man Sie anhand der Angaben ausfindig machen kann, ist sehr unwahrscheinlich, wenn Sie nicht gerade einen sehr ausgefallenen Namen und/oder einen in ihrer Region raren Beruf wie Musikproduzentin oder Puppendoktor haben. Vielleicht ist Ihnen einfach unbehaglich bei dem Gedanken, dass ein Mensch, mit dem Sie vielleicht schon bald nichts mehr zu tun haben möchten, den Namen kennt, mit dem Sie auch von Familie und Freunden angesprochen werden? Unterzeichnen Sie in dem Fall zunächst mit dem Anfangsbuchstaben Ihres Namens, Ihrem zweiten Vornamen oder einem deutlich als Erfindung erkennbaren Nick- oder Spitznamen. So spielen Sie von Anfang an mit offenen Karten.


Annemarie Lüning/PARSHIP


Leser-Feedback

"Ich möchte um Verständnis dafür werben, dass wir unsere Vornamen nicht gleich preisgeben. Ich z.B. habe einen so seltenen Namen, dass ich per google sofort ausfindig zu machen wäre. Lieber berichte ich von meinem ebenfalls seltenen Beruf, der mich sicherlich mehr prägt als mein Name. Leider können viele Herren das kaum nachvollziehen. Die Vorwürfe lauten immer: Was magst du noch zu verbergen haben? Was macht es schon, wenn ich mich im Netz über dich informieren könnte? Ich geniesse die Kontaktaufnahme über das Internet gerade deshalb sehr, weil ich dabei eher einfach als Mensch mit meinen viel zu wenig gepflegten privaten Anteilen und nicht in meiner beruflichen Funktion oder auch als Sportlerin wahrgenommen werden kann."


Wissenschaftlerin (51)


"Meinen richtigen Vornamen nenne ich bei Anfangskontakt nicht, da mein Vorname sehr selten ist und man mich über Suchsysteme auch schon anhand meines Vornamens ausfindig machen kann. Ich finde, mein möglicher Partner sollte für dieses Sicherheitsbedürfnis Verständnis haben."


O. (50), Designerin


"Ich habe genau dieses Problem auch, es gibt in der Schweiz nur eine Person mit diesem ausgefallenen Beruf und dem ebenso ausgefallenen Vornamen, wie ich ihn trage. Nun möchte ich aber den gewissen Schutz einer Internet-Plattform auch nützen können, ich benutze ein Kürzel, dies ist aber auch nicht ideal, vor allem wenn das Gegenüber mit dem vollen Namen antwortet."


M.


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